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Saisonvorschau /Männer I – Dritte Liga Süd
Der Zensus zieht dieses Jahr durchs Land und auch in Obernburg lohnt eine Sichtung der Zahlen. Mit dem Spiel am 20. Mai gegen Groß-Bieberau endete nämlich, zumindest vorerst, eine zehnjährige Zugehörigkeit zur Zweiten Bundesliga Süd. 342 Spiele wurden während dieser Dekade im Unterhaus der Bundesliga bestritten. 104-mal gingen die Römerstädter dabei als Sieger vom Platz, 36-mal trennte man sich vom Gegner mit einem Unentschieden und in 202 Partien mussten beide Punkte abgeschrieben werden. Im Sport ist Erfolg häufig kurzlebig. Die Spielzeiten in der zweithöchsten Klasse sind Geschichte und der Handball aus Obernburg steht offensichtlich vor einem Neuanfang.
Unbekannte Ufer, bewährter Kurs Oder doch nicht? An den Grundfesten der Ballwurfkunst Marke TUSPO soll nämlich festgehalten werden: Den Spielergrundstock bildet die Region, am besten sogar die eigenen Reihen. Ein Konzept, dass auch Herausforderungen offenbart. Verkürzte Gymnasialzeiten und wegfallender Wehrdienst lassen etliche Talente bereits im A-Jugend-Alter nach Hochschulen Ausschau halten und der TUSPO frühzeitig Lebewohl sagen. Insgesamt sieben Akteure, allen voran der frischgebackene Junioren-Weltmeister Cornelius Maas, werden in der neuen Spielzeit Trikots anderer Vereine tragen. So kommt einiges an Arbeit auf den neuen Trainer Lars Jung zu, der seinerseits allem Potential seiner Truppe zum Trotz um Geduld bittet. Der 40-jährige Übungsleiter, der zwei kleine Kinder hat, in Maintal unterrichtet und zuletzt in der Landesliga coachte, will und wird die Ärmel hochkrempeln. Neue, alte Neuzugänge Seine Arbeit könnte dadurch etwas erleichtert werden, dass die frisch hinzugestoßenen Spieler allesamt in Obernburg bereits zu Partien angetreten sind, ein Trio trug gar bereits das TUSPO-Jersey. Vor allem Niko Bepler dürfte vielen noch als torgefährlicher und sympathischer Flügelspieler ein Begriff sein. Nun steht der ehemalige Erstligaspieler abermals im Kader. Vergleichbares gilt für Markus Eisenträger, der in der TUSPO-Jugend groß wurde, ehe es ihn über die Regionalligastationen Nieder-Roden und Kirchzell in die Zweite Liga nach Erlangen zog. Eric Heidelmann, Kai Nober und Eduard Klyuyko – dessen Nachname sich [Glücko] ausspricht – traten mit Wallau/Massenheim, Hüttenberg und Eisenach wiederholt zu Jugend-Regionalligaduellen in der Ballmann-Halle an. Auch den Bürgstädter Rechtsaußen Daniel Knobloch muss man nach etlichen Jahren in Kirchzell und Groß-Bieberau nicht mehr vorstellen. Komplettiert wird das Aufgebot mit Torhüter Felix Kredel sowie den Rückraumspielern Philipp Klimmer und André Kroth. Alle drei stammen aus den eigenen Reihen und zählten zuletzt in Jugend-Regionalliga und Bezirksoberliga zu den zentralen Leistungsträgern. Erstes Tabellendrittel im Blick In beiden Spielklasse hatten sich die Verantwortlichen zuletzt regelmäßig nach oben in der Tabelle orientiert und dass soll nunmehr auch bei den Männern der Fall sein. Aller fehlenden Eingespieltheit und dem halbjährigen Ausfall des Kreisläufers Panagiotis Erifopoulos zum Trotz will man unter den besten sechs Mannschaften der Liga landen. Zwar ist es schwierig angesichts der Umwälzungen in der Spielklasse genau zu prognostizieren, aber entschlossen das Beste zu geben ist man jedenfalls. Noch einmal zurück zum Zensus, auch die TUSPO zählt, nämlich auf Ihre Unterstützung und gewährt auf den folgenden Seiten gemeinsam mit Trainer Lars Jung einen ersten Blick auf die TUSPO 2011/12:
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