Starke Aufholjagd bleibt unbelohnt und die Tuspo unterliegt Petterweil
Im Heimspiel gegen den TV Petterweil wollte die Tuspo endlich den ersten Saisonsieg einfahren. Doch die Voraussetzungen waren alles andere als optimal, denn Trainer Philipp Wollbeck musste auf Linksaußen Ben Müller verzichten und hatte zudem einige angeschlagene Spieler im Kader. Vor gut besetzten Rängen in der Valentin-Ballmann-Halle entwickelte sich eine intensive Partie, in der sich die Tuspo trotz großem Kampfgeist am Ende nicht belohnen konnte.
Die Gäste aus der Wetterau erwischten den besseren Start und machten von Beginn an deutlich, dass sie nach zuletzt wieder ansteigender Form auch in Obernburg punkten wollten. Bereits nach neun Minuten lag die Tuspo mit 2:7 zurück, sodass Trainer Wollbeck früh eine Auszeit nahm. In der Folge fanden die Römerstädter etwas besser ins Spiel und verkürzten durch zwei Treffer von Tom Müller auf 5:8. Allerdings ließen die Gastgeber bereits in der Anfangsphase zu viele gute Möglichkeiten ungenutzt und scheiterten bis zur 16. Minute gleich zweimal vom Siebenmeterpunkt. Petterweil nutzte die Nachlässigkeiten konsequent aus und setzte sich bis zur 27. Minute wieder auf 15:11 ab. Doch die Tuspo zeigte Moral, legte einen starken Schlussspurt hin und kämpfte sich mit drei Toren in Folge bis zur Pause auf 15:16 heran.
Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zunächst zugunsten der Gastgeber zu kippen. Die Tuspo glich schnell aus und ging durch den neunfachen Torschützen Tobias Raab beim 17:16 erstmals in Führung. Doch Petterweil ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Auch die Rote Karte gegen einen ihrer Rückraumspieler in der 36. Minute steckten die Gäste weg und fanden immer wieder Lücken in der Obernburger Abwehr. Mit einem 4:0-Lauf zogen sie erneut auf 24:19 davon und die Tuspo machte sich das Leben vor allem durch eine mangelhafte Chancenverwertung schwer. Zahlreiche freie Würfe fanden nicht den Weg ins Tor und zudem fehlte mit Tom Müller, der verletzungsbedingt nicht mehr eingesetzt werden konnte, ein wichtiger Taktgeber im Angriffsspiel. Dennoch gaben sich die Römerstädter nicht geschlagen. Angetrieben von den lautstarken Tuspo-Fans mobilisierte die Mannschaft noch einmal alle Kräfte und kämpfte sich Tor um Tor heran. Drei Minuten vor dem Ende war beim Stand von 27:28 wieder alles drin.
Auch nach dem 28:29 durfte die Tuspo noch auf einen Punktgewinn hoffen, doch in der entscheidenden Schlussphase fehlte dann das nötige Quäntchen Glück und die letzte Konsequenz. Petterweil nutzte die sich bietenden Chancen eiskalt, erzielte in den letzten 90 Sekunden noch drei Treffer und machte damit den Auswärtssieg perfekt.
So musste die Tuspo trotz einer kämpferisch starken Aufholjagd eine bittere 28:32-Heimniederlage hinnehmen. Am Ende waren es vor allem die zu vielen vergebenen freien Chancen, die eine mögliche Wende verhinderten. Die Mannschaft bewies zwar Moral und Kampfgeist, stand nach 60 intensiven Minuten aber erneut mit leeren Händen da.
Trainer Philipp Wollbeck sagte nach dem Spiel: „Wir befinden uns in keiner einfachen Situation, trotzdem hat die Mannschaft immer dran geglaubt und sich auch nach zwei größeren Rückständen zurückgekämpft. Am Ende fehlt uns einfach aktuell das Spielglück und die Souveränität im Abschluss. Beides müssen wir uns in den nächsten Trainingseinheiten und Spielen wieder erkämpfen.“
Für die Tuspo spielten: Jonathan Bausch, Sandro Friedrich; Tobias Raab (9), Magnus Heinz (3), Max Roos (3), Konstantin Knabe (3/1), Tom Müller (2), Jesper Kunkel (2), Connor Scheuring (2), Nicolas Mohr (2), Leon Steinbrecher (1), Thomas Keck (1/1), Andrè Göpfert, Till Szanto (n.e.), Urs Budde (n.e.)










