Tuspo gibt im Derby-Krimi den Sieg aus der Hand
Zum Auftakt der Saison 2026/2027 empfing die Tuspo Obernburg vor vollen Rängen den TV Groß-Umstadt. Trainer Philipp Wollbeck musste dabei auf die beiden Leistungsträger Thomas Keck und André Göpfert verzichten. Trotzdem erwischten die Gastgeber einen guten Start und gingen nach zwei Minuten schnell mit 2:0 in Führung. Tuspo-Torhüter Jonathan Bausch parierte auch bereits in der dritten Minute einen Siebenmeter, doch danach entwickelte sich ein ausgeglichenes und intensives Derby. Die knappen Führungen der Gäste konnte die Tuspo immer wieder ausgleichen, sodass es nach dem Zwischenstand von 7:7 in der 20. Minute dann mit einem 11:11 in die Halbzeit ging.
Nach dem Seitenwechsel legten die Römerstädter dann gleich richtig los. Mit drei Treffern in Folge setzte sich die Tuspo innerhalb von 6 Minuten auf 14:11 ab und baute den Vorsprung bis zur 42. Minute sogar auf 18:14 aus. Tobias Raab und Tom Müller kamen nun immer besser ins Spiel, während der eingewechselte Torhüter Sandro Friedrich gleich zwei Siebenmeter entschärfte. Beim 20:15 nach 46 Minuten schien der Derbysieg zum Greifen nah, doch Groß-Umstadt kämpfte sich zurück. Mit einem Vier-Tore-Lauf verkürzten die Gäste auf 20:19 und sorgten für eine hochspannende Schlussphase. Die Tuspo legte immer wieder vor und führte drei Minuten vor dem Ende mit 24:23. Auch das 25:23 durch Neuzugang Konstantin Knabe brachte in der 58. Minute noch keine Entscheidung, denn 45 Sekunden vor Schluss erzielte Groß-Umstadt den Ausgleich zum 25:25. In der hektischen Schlussphase ließ die Tuspo mehrere freie Chancen liegen und musste sich letztlich mit einem Punkt begnügen.
Trainer Philipp Wollbeck war nach dem Spiel entsprechend enttäuscht:„Für mich war das eindeutig ein verlorener Punkt, denn die Fünf-Tore-Führung müssen wir insbesondere zuhause eigentlich ins Ziel bringen. Meine Mannschaft hat heute in vielen Phasen gezeigt, welche Qualität sie auf die Platte bringen kann. Leider haben wir das, was wir uns vorgenommen hatten, in der Schlussphase nicht mehr konsequent umgesetzt.“ Jetzt gilt es, die positiven Eindrücke mitzunehmen und aus den Fehlern der dramatischen Schlussphase zu lernen.
Für die Tuspo spielten: Jonathan Bausch, Sandro Friedrich; Tobias Raab (6), Tom Müller (5), Konstantin Knabe (4/2), Connor Scheuring (3), Jesper Kunkel (2), Max Roos (2), Magnus Heinz (1), Leon Steinbrecher (1), Nicolas Mohr (1), Ben Müller, Thomas Keck, André Göpfert (n. e.), Till Szanto (n.e.), Urs Budde (n.e.)










